Unsere Konzeption

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Konzeption Jugendgemeinderat Markdorf

Inhalt

  1. Grundsätze ……………………………………………………………………………………………………………………. 2
  2. Form ……………………………………………………………………………………………………………………………… 2
    2.1. Organisationsstruktur ……………………………………………………………………………………………….. 2
    2.2. Wahlen, Amtszeiten …………………………………………………………………………………………………. 2
    2.3. Treffen, Sitzungen ……………………………………………………………………………………………………. 2
    2.4. Ausscheiden, Nachrücken …………………………………………………………………………………………. 3
  3. Jugendgemeinderat und Gemeinderat …………………………………………………………………………… 3
    3.1. Zusammenarbeit des Jugendgemeinderates und des Gemeinderates …………………………….. 3
    3.2. Rechte des Jugendgemeinderats gegenüber dem Gemeinderat …………………………………….. 4
    3.2.1. Rederecht ……………………………………………………………………………………………………….. 4
    3.2.2. Antragsrecht……………………………………………………………………………………………………. 4
    3.3. Rechte des Gemeinderats gegenüber dem Jugendgemeinderat …………………………………….. 4
  4. Zusammenarbeit Jugendgemeinderat und Verwaltung ………………………………………………….. 4
  5. Mittel …………………………………………………………………………………………………………………………….. 4
    5.1. Arbeitsmittel ……………………………………………………………………………………………………………. 4
    5.2. Finanzmittel …………………………………………………………………………………………………………….. 4
    5.3. Kommunikation ……………………………………………………………………………………………………….. 5

Die in der Konzeption benutzten personenbezogenen Bezeichnungen sind zufällig in
männlicher und weiblicher Form. Sie gelten für das männliche, weibliche und diverse
Geschlecht in gleicher Weise.

  1. Grundsätze
    Die Stadt Markdorf hat den Auftrag des §41a Gemeindeordnung Baden-
    Württemberg aufgenommen und gemeinsam mit den Jugendlichen den
    Jugendgemeinderat als Beteiligungsformat für Jugendliche entwickelt. Der
    Jugendgemeinderat ist der zentrale Bestandteil der Jugendbeteiligung. Er ist das
    Sprachrohr und Verbindungsglied zwischen allen Jugendlichen, dem Gemeinderat
    und der Verwaltung der Stadt Markdorf. Er vertritt und sammelt die Interessen
    der Jugendlichen, kommuniziert diese und organisiert Beteiligungsmöglichkeiten.
    Der Jugendgemeinderat wird gewählt, erhält bestimmte Aufgaben und hat eine
    festgelegte Amtszeit. Zu den Aufgaben zählen auch regelmäßige Treffen. Die
    Mitglieder des Jugendgemeinderates sind in ihrem Amt der Überparteilichkeit
    verpflichtet.
  2. Form
    2.1. Organisationsstruktur
    Der Jugendgemeinderat besteht aus elf Personen und ist beschlussfähig, wenn
    mindestens sieben Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfacher
    Mehrheit gefasst.
    Intern wird ein Moderator festgelegt, der die Sitzungen einberuft, leitet und
    moderiert.
    Zudem kann der Jugendgemeinderat für Projekte Arbeitsgruppen bilden, denen
    auch Jugendliche, die nicht Teil des Jugendgemeinderats sind, angehören
    können.
    2.2. Wahlen, Amtszeiten
    Der Jugendgemeinderat wird von allen wahlberechtigten Jugendlichen für eine
    Amtszeit von zwei Jahren gewählt. Die Wahlen für den Jugendgemeinderat finden
    immer am Anfang eines Schuljahrs statt. Wahlberechtigt sind alle Jugendlichen,
    die zum Zeitpunkt der Wahl zwischen 12 und 22 Jahre alt sind, die in Markdorf
    wohnen, zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen. Wählbar sind alle
    genannten Wahlberechtigten ab 14 Jahren. Die elf Kandidaten mit den meisten
    Stimmen bilden den neuen Jugendgemeinderat.
    Die Wahl wird vom Jugendreferat in einem Online-Wahl verfahren umgesetzt. Alle
    wahlberechtigten Einwohner bekommen einen Zugang per Post zugesendet, mit
    dem sie Online abstimmen können. Alle wahlberechtigten die außerhalb der
    Gemeinde ihren Wohnsitz haben, können in Wahllokalen abstimmen.
    2.3. Treffen, Sitzungen
    Die erste Sitzung nach der Wahl halten der alte und neue Jugendgemeinderat
    gemeinsam ab.

Die Jugendgemeinderatssitzungen finden monatlich statt (mit Ausnahme August)
und sind in der Regel öffentlich. Bei Bedarf, z.B. größere Projekte, kann es auch
zu häufigeren Treffen kommen. In den Arbeitsgruppen werden intern Termine
festgesetzt. In den Sitzungen wird Protokoll geführt.
Bei offiziellen Sitzungen aller Art herrscht Anwesenheitspflicht.
Eine genaue Sitzungsordnung bestimmt der jeweilige Jugendgemeinderat.
2.4. Ausscheiden, Nachrücken
Sollte ein Jugendgemeinderatsmitglied ausscheiden, so darf die Kandidatin mit
den nächstmeisten Stimmen nachrücken. Lehnt diese ab, so wird die Nächste
gefragt usw.
Ein Mitglied scheidet aus, wenn es als Markdorfer seinen Hauptwohnsitz in eine
andere Gemeinde verlegt oder als Nicht-Markdorfer keinen Schul-, Ausbildungs-
oder Arbeitsplatz mehr in Markdorf hat.
Ein Mitglied kann aus begründetem Anlass ausgeschlossen werden. Der
Ausschluss kann nur einstimmig von den restlichen Mitgliedern beschlossen
werden.

  1. Jugendgemeinderat und Gemeinderat

3.1. Zusammenarbeit des Jugendgemeinderates und des
Gemeinderates
Der Jugendgemeinderat ist Ansprechpartner des Gemeinderats für
jugendrelevante Themen. Beide setzen sich für gemeinsame Ziele und eine
erfolgreiche Zusammenarbeit ein.
Um die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zu fördern finden
regelmäßig Sitzungen des Jugendgemeinderats mit dem Bürgermeister und
Gemeinderäten aller Fraktionen statt.
Um gemeinsame Projekte umzusetzen, bildet der Jugendgemeinderat
Arbeitsgruppen mit Gemeinderäten, sowie Mitgliedern der Verwaltung. Zudem
findet zeitnah nach der Wahl zum Jugendgemeinderat eine gemeinsame
Klausurtagung statt. Weitere Klausurtagungen finden nach Bedarf statt.
Einmal im Quartal stellt der Jugendgemeinderat seine Arbeit im Gemeinderat vor.
Der Jugendgemeinderat bekommt feste AnsprechpartnerInnen in den jeweiligen
Fraktionen zugewiesen, an die er sich zu einzelnen Themengebieten wenden
kann.

3.2. Rechte des Jugendgemeinderats gegenüber dem Gemeinderat
3.2.1. Rederecht
Der Jugendgemeinderat hat zu allen Themengebieten im Gemeinderat ein
Rederecht. In seinen Sitzungen berät er zu welchen Themen er dieses Recht
wahrnimmt und entsendet je nach Thema zwei Vertreter in den Gemeinderat.
Diese können ihr Recht auch weitergeben, wenn z.B. ein neues Thema
kurzfristig angesprochen wird.
3.2.2. Antragsrecht
Der Jugendgemeinderat hat ein allgemeines Antragsrecht im Gemeinderat. Die
Anträge werden von der Verwaltung geprüft, jedoch unverändert an den
Gemeinderat übergeben. Dieser bearbeitet ihn in der folgenden
Gemeinderatssitzung. Es gelten die Fristen des Gemeinderates.
3.3. Rechte des Gemeinderats gegenüber dem Jugendgemeinderat
Der Gemeinderat kann vom Jugendgemeinderat eine Stellungnahme
verlangen, wenn er ein Thema für jugendrelevant hält. Dieser muss seine
Stellungnahme bei der nächsten Gemeinderatssitzung zu diesem Thema
vorlegen.

  1. Zusammenarbeit Jugendgemeinderat und Verwaltung
    Ansprechpartner des Jugendgemeinderates ist die Bürgermeister oder die
    Jugendbeauftragte.
    An den Sitzungen des Jugendgemeinderates nimmt die Jugendbeauftragte teil.
  2. Mittel
    5.1. Arbeitsmittel
    Zu den Arbeitsmitteln gehören Räumlichkeiten für Treffen, EDV-Ausstattung
    (Laptop, Beamer, etc.), Lebensmittel, Weiterbildungen, Tagungen und
    Fahrtkosten. Für diese stellt die Stadt Markdorf 5.000.- Euro pro Jahr zu
    Verfügung. Aus diesem Budget werden auch die Wahlen zum Jugendgemeinderat
    finanziert.
    5.2. Finanzmittel
    Für die Förderung und Umsetzung von jugendrelevanten Ideen und
    Veranstaltungen steht dem Jugendgemeinderat ein jährliches Gesamtbudget von
    15.000.- Euro zu Verfügung. 5.000.- Euro davon kann der Jugendgemeinderat
    eigenverantwortlich, ohne die Zustimmung des Bürgermeisters oder des
    Gemeinderats zu benötigen, verwenden. 10.000.- Euro sind für die Förderung von
    Projekten von und für die Markdorfer Jugend durch den Jugendgemeinderat. Je
    nach Höhe der veranschlagten Summe bedürfen diese der Zustimmung des

Bürgermeisters oder des Gemeinderates. Für größere Projekte können weitere
Mittel beim Gemeinderat angefordert werden.
Das Jugendreferat steht für die Verwaltung der Gelder sowie deren sachgerechte
Nutzung in der Verantwortung.
5.3. Kommunikation
Der Jugendgemeinderat bekommt eine eigene Webpräsenz auf einer städtischen
Internetseite, sowie eine eigene Email-Adresse unter der er erreichbar ist. Im
Amtsblatt wird über die Arbeit des Jugendgemeinderats berichtet.
Der Jugendgemeinderat nutzt zur Kommunikation mit Jugendlichen Social Media
im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.
Der Jugendgemeinderat nimmt an kommunalen Veranstaltungen zur
Jugendbeteiligung teil.

Autoren: Hannah Satow, Ida Knecht, Aaron Okon, Lena Haas, Nick Blassmann, Linda Staerke, Hasret Cicek, Jan Münzer

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